Fenster und Außentüren sind ein Teil der Außenhaut des Gebäudes,
und sie entsprechen als Bauteil fast immer den hohen Anforderungen,
die an sie gestellt werden müssen. Allenfalls Holzfenster und -Türen
zeigen manchmal Schwächen in der Beschichtung/ dem Anstrich und in
der Qualität des Holzes. Eine genauere Prüfung kann bei Sonderkonstruktionen
und Wintergärten
nicht schaden.
Die Gläser erreichen heute wirklich fantastische Wärmedämmwerte, so
daß selbst großflächige Verglasungen kein Problem in Hinsicht auf
Wärmeverluste darstellen; eher sollte hier auf den sommerlichen Wärmeschutz
geachtet werden.
Außentüren aus Holz unterscheiden sich je nach Anforderung: ist kein
unbeheizter Windfang zwischengeschaltet, sondern trennt die Tür direkt
den geheizten Wohnraum von der Außenluft ab, kommen z.B. Holzelemente
die einwandfrei eingesetzt wurden zum Einsatz.
Es lohnt sich zu überprüfen, wie der Anschluß des Fensters an den
Außenputz, das Sichtmauerwerk oder die Holzverschalung erfolgt. Hier
tut eine Silikonnaht sehr gut. Betrachtet man dagegen das Fensterblech
und stellt fest, daß es mit Silikon angeschlossen wurde, daß es also
stumpf gegen den Fensterrahmen bzw. den Putz stößt, ist dies eine
unsachgemäße Ausführung. Fensterbleche müssen Putz und Fenster gekröpft
unterschneiden.

DIE DAMPFSPERRE
So unscheinbar dieses Bauteil wirkt, so wichtig ist es in seiner
Funktion! Als Dampfsperre (eigentlich: Dampfbremse) kommt gemeinhin
eine dünne PE-Folie oder auch die Aluminiumkaschierung der Wärmedämmung
zum Einsatz, wobei letzteres nicht zu empfehlen ist. Eine Dampfsperre
ist notwendig bei den üblichen Warmdächern und bei Ständerwerks-Außenwänden.
Sie erfüllt zwei Funktionen: sie sorgt für die Winddichtigkeit der
Räume, und sie verhindert den sogenannten Dampfdruck-Ausgleich zwischen
innen und außen.
Die Bezeichnung Dampfdruck bezieht sich auf den von der Luft aufgenommenen
Wasserdampf. Hat ein Raum eine niedrige Luftfeuchtigkeit, der andere
eine hohe, entsteht ein Druckverhältnis ähnlich dem Luftdruck; es
will ein Ausgleich stattfinden. Die Raumluft auf Zimmertemperatur
kann eine erhebliche Wassermenge aufnehmen, etwa aus Kochen, Duschen,
der Atmung etc. Winterlich kalte Luft dagegen hat nur eine sehr
begrenzte Fähigkeit, Wasser zu binden. Kühlt sich die Raumluft ab,
kondensiert also das Wasser und schlägt sich z.B. an der Fensterscheibe
nieder. Ohne die Dampfsperre würde die Luftfeuchtigkeit folglich
in der Wärmedämmung des Daches kondensieren und Schimmelbildung
und andere Unannehmlichkeiten nach sich ziehen.
Nur sehr selten wird die Dampfsperre auf Anhieb korrekt ausgeführt,
eine Kontrolle ist auf jeden Fall geraten. Dabei ist weniger die
ebene Fläche zu untersuchen, als die Anschlußpunkte an das Mauerwerk,
an die Rohdecke etc. und die Durchstoßpunkte, also etwa Elektrokabel,
Dachbalken und den Schornstein. Wenn Sie an diesen Punkten den Einsatz
von Klebeband feststellen, ist mit Sicherheit etwas falsch!

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